UND SCHON WIEDER EINE PETITION...

07.10.2026


Immer wieder erhalte ich per Internet oder Apps auf dem Mobiltelefon Anfragen, ob ich nicht diese oder jene Petition unterschreiben wolle und damit mithelfen möge, einen augenscheinlichen Missstand in humanistisch gesinnter Einigkeit zu beseitigen.

Leicht ist es, sich zu beschweren oder sich aufzuregen, wenn die Kartoffeln im Feuer schon verbrannt sind. Wenn nun eine Petition gegen verbrannte Kartoffeln unterschrieben wird, hilft es auch nicht, denn die verbrannten Kartoffeln bleiben verbrannt, sie sind ungenießbar und müssen letztendlich weggeworfen werden.

Ist es nicht so, dass man das Übel schon vorher an der Wurzel bekämpfen sollte und müsste? Sollten wir nicht denjenigen vorher gut darüber unterrichten, wie man die Kartoffeln im Feuer erhitzt, bevor er sie wieder verbrennt? Oder sollten wir nicht die notwendige Geduld dafür aufbringen, bei den Kartoffeln zu bleiben, das Feuer und die Zeit zu beachten – und nicht ungeduldig wegrennen und dabei dies und das machen – um letztendlich wiederum zu erkennen, dass die Kartoffeln doch wieder verbrannt sind, weil wir uns verschätzt haben oder zu ungeduldig waren oder einfach nicht gewusst haben, wie man Kartoffeln im Feuer gart?

Oftmals erhalte ich auch von "Christen" solche Petitionen, denn sie wollen etwas ändern, sie wollen das Böse nicht, sie wollen Frieden, Glücklichsein, Freude und irgendwie ein wohliges, religiöses Gefühl aufrechterhalten.

Aber wisst ihr immer noch nicht, dass alles, was auf dieser Welt geschieht, schon lange von Gott abgesegnet ist, bevor es sich in der stofflichen Welt zeigt? Wisst ihr nicht, dass selbst der Teufel, Satan, die alte Schlange, wie er in Offenbarung 20:2 genannt wird, nur das ausführen kann, wofür er vom Allmächtigen Gott die Genehmigung erhalten hat? Er kann nicht einen Millimeter weiter gehen, als es ihm erlaubt ist, das weiß er ganz genau. Wir kennen das ja unter anderem von Hiobs Geschichte.

Wenn doch Gott, der die Himmel und die Erde und alles, was darauf und darin und in den Meeren ist, geschaffen hat, sogar weiß, wieviel Haare auf jedes einzelnen Menschen Kopf sind (siehe Matthäus 10:30) und sogar kein Spatz vom Himmel fällt, ohne dass Er es zulässt, wieviel mehr weiß doch Gott, was die Menschen treiben und welche Folgen sich aus ihrem gottlosen Gebaren entstehen. Der Teufel schläft nicht! Er ist der Ankläger und versucht jeden Zentimeter des gegnerischen Bodens zu erobern, zu besetzen und zu erhalten, jeden Zentimeter, der ihm aus den sündhaften Gesinnungen der Menschen vor Gott zusteht – und Gott muss es ihm zu zugestehen, denn Gottes Satzungen und Ordnungen sind gerecht.

Wenn wir, die wir uns selbst so gerne "Christen" nennen, darum wissen, dass die materielle Welt doch nur ein Ausdruck der geistlichen Welt darstellt, ja eine exakte Kopie davon ist und dass die Dinge, die sich uns in der stofflichen Welt zeigen, nur die von Gott abgesegneten Auswirkungen sind, dann müssten wir doch auch verstanden haben, dass humanistisch generierte Petitionen, auch wenn sie ein christliches Deckmäntelchen haben, nur gewissenlose Schönheitsoperationen darstellen, den eigentlichen pestversuchten Kern aber keineswegs berühren mögen.

Sind denn die Mahnungen der Bibel so unangenehm für uns "Christen", dass wir sie aus unserem Blickfeld, ja aus unserem ganzen Leben zu verscheuchen versuchen? Für den Teufel ist die Heilige Schrift unerträglich – und doch kennt er sie wahrscheinlich besser als die meisten von denen, die sich selbst so enthusiastisch der Anhängerschaft Jesu bezichtigen – und er weiß genau, was ihm zusteht und was nicht. Dass den allermeisten "sonntäglichen Gemeindegängern" leider nicht bewusst ist, welche Verheißungen ihnen von Gott zugestanden werden, wollte man hier erst gar nicht weiter erläutern – es ist ein Trauerspiel. Und so kommt es eben immer wieder zu Petitionen.

Doch Schadensbegrenzungen ohne Reue, ohne Buße, das heißt, ohne Umkehr von den bösen Wegen, bringt weiterhin nur noch mehr Notwendigkeit weiterer Schadensbegrenzungen, weil sich die Menschen wie wildgewordene Ziegenböcke im Unterholz verrennen, weil sie ihren eigenen gottlosen Wegen nachlaufen.

Das Einzige was hilft, ist die Umkehr zu Gott! Die ganze Gesellschaft muss umkehren, muss sich zurückbesinnen auf ihre geistlichen Wurzeln, auf die christlichen Wurzeln des Abendlandes!

Wenn Kreuze aus Schulen, aus Parlamenten und öffentlichen Gebäuden entfernt werden, weil man damit glaubt, Gott entfernen zu können, dann ist das in der für uns sichtbaren Welt ein untrügliches Zeichen dafür, dass Gott unserem stolzen, blasphemischen Treiben schon lange nicht mehr zuschauen möchte. Da braucht es keine Petitionen mehr!

Wenn ungeborene Kinder – egal in welchem Monat auch immer, denn Leben entsteht im Augenblick Zeugung – in einem Staat abgetrieben werden dürfen, dann hat Gott schon lange vorher zugelassen, dass der Geist des Todes in diesem Land einziehen darf. Da braucht es keine Petitionen mehr!

Wenn teuflische Statuen in den Stätten aufgestellt werden dürfen, um Satan damit (bewusst oder unbewusst) zu verherrlichen, dann hatte das auch schon lange vorher in der geistlichen Welt Wurzeln geschlagen und auch das ist damit von Gott zugelassen worden. Da braucht es keine Petitionen mehr!

Die Bibel sagt ganz klar aus, dass Jesus Christus Seine Nachfolger, also uns, die Christen, schon zu Lebzeiten mitversetzt hat in die himmlischen Regionen in Ihm Selbst (Epheser 2:6)! Dies bedeutet, dass Er uns schon jetzt Vollmacht gegeben hat, mit Ihm mitzuregieren und Einfluss auf diese Weltzeit zu nehmen – und zwar im besten geistlichen Sinne, zum Wohle der ganzen Schöpfung. Doch tun wir das?

Jesus Christus hat uns die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und Er hat uns über alle Gewalt des Feindes Seine Vollmacht gegeben – und es wird uns nichts in irgendeiner Weise schaden (siehe Lukas 10:19 und Markus 16:18). Doch glauben wir das? Üben wir diese Vollmacht aus?

Da die moderne "Christenheit" mehr auf das gesinnt ist, welche Wohltaten sie von Gott erhalten könnten und sie darauf feinsäuberlich bedacht ist, in welchen Segnungen Gottes sie weiterhin ihre weltlichen Begierden ausleben könnten, tut sie nicht das, wozu sie Gott eigentlich berufen hat.

Christen sind dazu berufen, dem Vorbild Jesu Christi in allem zu folgen, der Vollkommenheit nachzustreben, der Heiligung nachzujagen und in den von Gott für sie vorbereiteten Werken zu wandeln und das Licht Erde und das Salz der Welt zu sein.

Würden wir, die wir uns so gerne Christen nennen und unsere lauwarmen Versammlungen ja nicht versäumen wollen, die Gebote Christi seit jeher halten, dann wäre es nicht nötig im Nachhinein immer wieder Petitionen unterschreiben zu müssen!

Johannes der Täufer predigte: "Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!" (Matthäus 3:2)

Jesu Christi erste Worte in der Öffentlichkeit waren: "Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!" (Matthäus 4:17)

Petrus, nachdem er mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde, rief der Menge zu: "Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen." (Apostelgeschichte 2:38)

Abermals spricht Petrus: "So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen…" (Apostelgeschichte 3:19)

Christenheit, wach auf und kehr um von deinen lauwarmen und bösen Wegen!

Tut Buße!


Dietmar Reichenberger, www.IMJC.world

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