FUSSBALL-WM 2026 UND DER OSTERSONNTAG

30.06.2026

Es ist sicherlich in Ordnung, wenn es Fußballer gibt, die an Jesus Christus glauben und es auch öffentlich bezeugen. Gott kann alles und jeden gebrauchen, um Sich Selbst zu verherrlichen und um auf Sich Selbst hinzuweisen. So weit so gut.

Aber dieser "christliche-Fußballer-Hype" bei der WM 2026 spiegelt ein weiteres Mal diese "Ostersonntags-Mentalität" der deutschen Christenheit wider. Am Ostersonntag, da sind die Kirchgänger begeistert und schreien sich gegenseitig zu: "Er ist auferstanden!" Aber schon am darauffolgenden Sonntag ist man wieder im lauwarmen, missmutigen, langweiligen Sonntagsfahrfasser und begegnet sich mit runterhängenden Mundwinkeln und wandelt umher, als ob man noch nie etwas vom Evangelium Jesu Christi gehört hätte. Hat Jesus Christus nicht selbst zu Seinen Nachfolgern gesagt, sie seien das Licht der Welt und das Salz der Erde? Hat Jesus Christus nicht selbst gesagt, dass diejenigen, die an Ihn glauben, auch Seine Werke tun werden? Steht im Markusevangelium nicht geschrieben, dass diejenigen, die glauben und getauft sind gerettet werden und dass ihnen diese Zeichen folgen werden: Im Namen Jesu Christi werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen und sie werden sich wohl befinden. Hat Jesus Christus das nicht gesagt? Sollte das nicht unsere tägliche Aufgabe, unser alltäglicher Wandel im Heiligen Geist sein, wo wir Christen doch das Licht der Welt und das Salz der Erde sind? Wieso sind wir dann so außer uns, wenn wir mal bei einer Veranstaltung, die noch dazu dem Fürsten der Lüfte geweiht ist, ein Gebet auf dem Rasen sehen?

Ist eine kompromisslose Bestandsaufnahme unseres eigenen Glaubenslebens nicht schon mehr als höchst überfällig? Sind wir so zaghaft, so feige, so lauwarm, so weltverliebt und lustverbohrt, dass wir uns hinter den Prominenten dieser Welt verstecken und sie als unsere Glaubensschilder vor uns hertragen müssen? Sind wir, die wir uns selbst "Christen" nennen, nicht in der Lage, in unserem normalen Alltag Gott zu bezeugen und das Evangelium dort mit der Kraft des Heiligen Geistes zu verkünden - mit Demut, aber auch mit der Überzeugung und Bestimmtheit eines wahren Nachfolgers Jesu Christi - wo uns Jesus Christus als Seine Zeugen hingestellt hat?

Oh, wie dankbar sind wir, die wir uns so gerne "Christen" nennen, dass es in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Spieler gibt, die auf dem Grün des Fürsten der Lüfte beten! Denn mit diesem so schön zu bewerbenden Ereignis können wir, die wir uns doch ertappt fühlen, (vielleicht sogar heimlich) einem weltlichen Lustspiel nachzugeifern, uns hinter diese Rasen-Christen stellen, uns hinter ihnen verstecken und auf diese zu verweisen, die nun die vermeintlich notwendige Arbeit Jesu Christi in der Öffentlichkeit für uns lauwarme Brüter übernommen haben.

Ich möchte hier nochmals ausdrücklich klarstellen, dass es sehr gut ist, wenn es christliche Fußballer gibt, die in der Öffentlichkeit den Glauben an den einzig wahren Gott Jesus Christus bezeugen – das ist wunderbar und davon sollte es viel mehr geben. Doch gleichzeitig zeigt diese Diskrepanz zwischen den prominenten und den nicht-prominenten Christen auf, dass im Leib Christi irgendetwas nicht stimmt. Oder kommt es wirklich so oft vor, dass du dich, als normal arbeitender Christ mit deinen Arbeitskollegen nach der Arbeit noch in der Firma triffst und ihr euch an den Schultern nehmt und miteinander betet? Betet ihr Christen miteinander in der Kantine vor dem Essen – vor den anderen nichtgläubigen Mitarbeitern? Betet ihr Christen vielleicht in der Früh, vor Arbeitsantritt im Lager miteinander? Betet ihr Christen, die ihr im Krankenhaus arbeitet, miteinander, im Kreis stehend, die Schultern umfassend, jeden Tag, morgens und abends, miteinander?

Versteht ihr worauf es wirklich ankommt?

Solange wir nur am Ostersonntag lauthals schreien: "Er ist auferstanden!", um dann wieder in die alltägliche Scheinglaubenslethargie zu verfallen, anstatt das Wort des Allmächtigen Gottes mit Geist und Kraft zu verkünden; solange wir uns hinter sogenannter christlicher Prominenz verstecken und stolz auf deren Darbietung verweisen, anstatt selbst das Licht der Welt und das Salz der Erde zu sein, solange brauchen wir sonntäglichen Kirchenbanksitzer uns auch nicht darüber zu wundern, wo denn die seit Jahrzehnten allgegenwärtig herausposaunte, lang erwartete Erweckung in deutschen Landen bleibt!

Mensch, wach auf!

Christ, wach auf!

Lies die Bibel und erkenne, dass die Wahrheit Jesu Christi weit neben deiner bequemen, lauwarmen, selbst- und weltverliebten Möchtegernwahrheit liegt!

Lies die Bibel, verleugne dich selbst, entsage allem und folge Jesus Christus kompromisslos nach!

Jesus Christus allein ist der Weg, die Wahrheit und das Leben!


Dietmar Reichenberger, www.IMJC.world

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